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Hermann Nitsch

Werke aus den Jahren 1984 - 2021

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Die Ausstellung „Werke aus den Jahren 1984 - 2021“ präsentiert knapp 20 ausgewählte Werke von Hermann Nitsch und bietet einen Einblick in das vielschichtige Schaffen des bedeutenden österreichischen Künstlers und Vertreters des Wiener Aktionismus. Zu sehen sind Schüttbilder auf Jute und Leinwand, Arbeiten auf Papier sowie grafische Werke aus mehreren Schaffensjahrzehnten.

Zu den besonderen Höhepunkten zählen selten gewordene Arbeiten aus der Levitikus-Serie, eine Papierarbeit aus der 20. Malaktion in der Wiener Secession sowie ein frühes Werk aus den 1980er-Jahren, welches Nitschs expressive Bildsprache bereits in ihrer charakteristischen Intensität zeigt. Ein weiteres Schlüsselwerk ist das monumentale „Malhemd auf Schüttbild“ von 1991 im Format 200 × 300 cm, welches die Verbindung von Aktion, Körper und Malerei veranschaulicht.
Seine gleichermaßen das Leben bejahende und das Leiden hervorhebende Arbeit greift die Elemente religiöser, meist christlicher, Symbolik und Liturgie auf drastische Weise auf, um dadurch die Präsenz des Sinnlichen zu verdeutlichen. So finden sich in seinen Bildern und Malaktionen etwa das Blut (des Gottessohnes) und das Kreuz. Das auf dem Gemälde applizierte Malhemd erinnert an die ikonographisch bedeutende Überlieferung des schweiß- und blutgetränkten Grabtuchs Christi. Seine malerischen und grafischen Arbeiten sind stets auf den rituellen Akt ihrer Entstehung bezogen und lassen sich nicht losgelöst von diesem Prozess verstehen.

Ab den 2000er Jahren begann Nitsch in seiner Malerei verstärkt mit Acryl- und Ölfarben zu arbeiten, während Blut als Malmittel in den Hintergrund trat.

Dauer

09. Juli - 07. August 2026

Standort

Habsburgergasse 5, 1010 Wien
Dienstag - Freitag 11-18 Uhr

Ausstellungsansichten

Werke