Hildegard Joos

Hildegard Joos ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen der geometrischen Abstraktion in Österreich. Ihre bemerkenswerte Entwicklung spannt einen Bogen aus Konstruktivismus, Konkreter Kunst und Op-Art bis zu den Narrativen Geometrismen, ein individuelles und einzigartiges Formenvokabular, das sie zusammen mit ihrem Künstler und Lebenspartner, dem Schweizer Philosophen Harold Joos, in den späten 1970er Jahren entwickelte. In der Folge erwies sich ihre Arbeit als Impuls für die junge Generation und führte zu einer Überarbeitung und Neubewertung der geometrischen Formensprache.

Seit 1955 war sie Mitglied der Wiener Secession und war 1962 die erste Künstlerin, deren Werk in einer Einzelausstellung im Hauptraum der Secession gezeigt wurde. Dort fanden 1964, 1967 und 1980 drei weitere Einzelausstellungen statt.

Hildegard Joos hatte ab 1959 ein Atelier in Paris, in dem sie mit ihren monistischen Bildern nachschlug. Sie beteiligte sich an der internationalen Entwicklung der geometrischen Abstraktion und an zahlreichen Ausstellungen wie dem "Salon des Indépendants" und dem "Salon des Réalités Nouvelles". 2001 war sie mit 11 weiteren österreichischen Künstlern in Paris auf der französischen Kunstmesse "Salon d'Automne", unter anderem mit Brandl Damisch, Attersee, Muntean-Rosenblum etc.

Die Arbeit von Hildegard Joos markiert eine Schnittstelle in der Tradition der geometrisch-konstruktiven Abstraktion und des Diskurses der zeitgenössischen Malerei.
Ihre Werke befinden sich in Museumssammlungen wie dem Belvedere in Wien; Albertina Museum, Wien; Mumok, Wien; NÖ Landesmuseum, St.Pölten; Lentos Museum, Linz; Museum Liaunig, Neuhaus; Artothek des Bundes, Wien etc.

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